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16.05.2014, 01:34 Uhr | Die Rheinpfalz - Frankenthaler Zeitung - Nr. 113
41 Kandidaten für 16 Plätze
Wie SPD, CDU und FWG die Wähler von sich überzeugen wollen
Im Großniedesheimer Gemeinderat sind von den Wählern 16 Plätze zu vergeben.
41 Kandidaten für 16 Plätze
Wie SPD, CDU und FWG die Wähler von sich überzeugen wollen
Im Großniedesheimer Gemeinderat sind von den Wählern 16 Plätze zu vergeben. In den vergangenen fünf Jahren belegte die SPD davon acht. Zweitstärkste Fraktion war mit fünf Mandaten die FWG. Die Christdemokraten kamen bei der Kommunalwahl 2009 auf drei Sitze. Mit Richard Puppe stellen sie aber den derzeit einzigen Beigeordneten des Dorfs.
Für die Sozialdemokraten hatte sich vor fünf Jahren eigentlich nichts geändert. Ihre Fraktionsstärke hatten sie gehalten, und mit Michael Walther stellten sie erneut den Ortsbürgermeister. Zählt man seine Stimme hinzu, verfügt die SPD im Gemeinderat über die absolute Mehrheit. Veränderungen gab es bei der letzten Kommunalwahl im bürgerlichen Lager. Verlierer war die CDU, die einen Sitz abgeben musste, während die Freien Wähler einen Platz dazugewannen. Doch jetzt werden die Karten neu gemischt. Einig sind sich CDU und FWG darin, Sitze hinzugewinnen zu wollen, „um die komfortable Mehrheit der Sozialdemokraten endlich zu durchbrechen. Alleinregierungen schaden auf Dauer der Demokratie, weil wichtige Entscheidungen oft ohne Einbeziehung der anderen Fraktionen getroffen werden“, sagt dazu Walthers Herausforderer um den Chefposten, Tobias Lehr. Mit ihm als jungem Bürgermeisterkandidaten treten die Freien Wähler an, auf ihrer Liste haben sie insgesamt sieben neue Namen. Für jeden der 16 Plätze im Gemeinderat konnten sie einen Kandidaten finden. Der Altersdurchschnitt liegt bei 46 Jahren. Der Frauenanteil ist bei der FWG mit 18,8 Prozent allerdings der geringste unter den drei Parteien.
Personell am schwächsten aufgestellt ist derzeit die Union. Konnte die Volkspartei vor fünf Jahren in Großniedesheim noch 16 Kandidaten auf ihrer Liste präsentieren, sind es diesmal gerade noch sechs. Auch der Altersdurchschnitt ist mit 57,6 Jahren der höchste aller drei Parteien. Der Frauenanteil liegt mit 33,3 Prozent im Mittelfeld. Die Sozialdemokraten haben als einzige Partei mehr Kandidaten aufgestellt, als es Plätze im Rat gibt. Auch ihr Frauenanteil ist mit 37,5 Prozent der größte. Auf den ersten zwölf Plätzen finden sich sechs Frauen. Mit 44,2 Jahren haben die Genossen den jüngsten Altersschnitt.
Und mit welchen Themen wollen die Parteien bei der Kommunalwahl punkten? Einigkeit herrscht bei allen drei Gruppierungen darin, dass die Grundschule und der Kindergarten erhalten werden müssen. Auch dass das auf den Weg gebrachte Neubaugebiet Im Schenkel II zu einem guten Ende geführt werden soll, wünschen sich alle. Genauso wie die Unterstützung der Vereine, gute Freizeitangebote für die Dorfbewohner und Nahverkehrslösungen, damit insbesondere die Jugendlichen und Alten mobil sein können, sowie sparsames Haushalten. Dabei setzt die FWG auch auf eine verstärkte Kooperation innerhalb der neuen Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim. Als ein Beispiel wird im Wahlprogramm ein gemeinsamer Betriebshof für alle sechs Ortsgemeinden vorgeschlagen.
SPD und CDU sprechen in ihren Programmen die Reduzierung des Leerstands und das Schließen von Baulücken im alten Ortskern an. Die Sozialdemokraten schreiben sich auch das Thema barrierefreies Wohnen im Alter auf die Fahnen. Entsprechende Angebote könnten nach einem Umbau im heutigen Bürger- und Sportzentrum sowie in einem angedachten Mehrfamilienhaus im noch zu erschließenden Neubaugebiet Im Schenkel II entstehen.
Die CDU will sich neben dem Ausbau des nachbarschaftlichen Radwegenetzes für die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Ort einsetzen und die Einführung von Tempo 30 und anderer verkehrsberuhigender Maßnahmen prüfen. Aus dem Innenhof der Friedenshalle soll ein Dorfmittelpunkt werden mit einem Durchbruch zu den Moltersgärten. (gnk)