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Presse
13.09.2014, 09:00 Uhr | Die Rheinpfalz - Frankenthaler Zeitung - Nr. 213
Bürger- und Sportzentrum - Verkauf bislang nur per Handschlag
Das Bürger- und Sportzentrum in Großniedesheim ist laut Bürgermeister Michael Walther (SPD) noch nicht verkauft.
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Verkauf bislang nur per Handschlag

Grossniedesheim: Kaufvertrag für Bürger- und Sportzentrum könnte laut Bürgermeister Michael Walther im Oktober unterzeichnet werden
Das Bürger- und Sportzentrum in Großniedesheim ist laut Bürgermeister Michael Walther (SPD) noch nicht verkauft. Der Kaufvertrag mit dem Gerolsheimer Schreiner Dieter Oechsle sei bislang nur per Handschlag besiegelt worden, sagt er. Die Mitglieder des Gemeinderats haben am Donnerstagabend endgültig festgelegt, wie das Gebäude aus den 1980er-Jahren umgebaut werden darf. Zum Beispiel darf es nicht höher als 13,5 Meter werden. Die Sportler des TuS Großniedesheim könnten künftig auf dem Parkplatz duschen.
Schnitzel, paniert, mit Pommes und Salat: 8,50 Euro. Lachsfilet: 10,50 Euro. Joghurt mit Nüssen und Honig: 3 Euro. In einem Schaukasten am Eingang des Bürger- und Sportzentrums hängen stark verblasste Speisekarten. Doch wer Hunger hat, ist hier an der falschen Adresse: Die Küche der Bürgerstube bleibt kalt. Seit vergangenem November gibt’s hier nichts mehr zum Essen. Das soll sich bald ändern. Für 350.000 Euro will der Gerolsheimer Schreiner Dieter Oechsle nach Angaben von Bürgermeister Walther nach wie vor das Bürger- und Sportzentrum kaufen. Oechsle beabsichtigt, das marode Gebäude in ein mehrgeschossiges Wohnhaus umzubauen (wir berichteten). Zwölf barrierefreie Wohnungen könnten auf drei Etagen – zwei Vollgeschosse plus einem Dachgeschoss – entstehen. Die Kegelbahn im Keller soll bleiben. Darüber hinaus plant Oechsle, ein Bistro einzurichten.
„Der Verkauf ist bislang nur per Handschlag geschehen“, berichtet Bürgermeister Walther. Er vertraue da voll und ganz auf die Redewendung „Ein Mann, ein Wort“. Bevor der Kaufvertrag unterschrieben werde, müsse Oechsle erst einmal wissen, was er an dem Gebäude überhaupt verändern dürfe. Und was der Unternehmer aus Gerolsheim verändern darf, das soll der Bebauungsplan regeln, der von dem Ludwigshafener Planungsbüro Piske erstellt wurde.
Der Bebauungsplan sieht unter anderem vor, dass das Bürger- und Sportzentrum nach dem Umbau nicht höher als die umliegenden Gebäude werden darf, also nicht höher als 13,5 Meter. Auch darf das Gebäude mit Blick auf den Grundriss nicht größer werden. Darüber hinaus regelt der Plan, dass es je nach Größe der Wohnungen, die entstehen sollen, mindestens einen Parkplatz geben muss. „Danach muss sich Herr Oechsle richten“, so Walther. Was der Schreiner im Innern mache, das sei jedoch allein seine Entscheidung.
Da die Sportler des TuS Großniedesheim die Umkleiden und Duschen im Bürger- und Sportzentrum nutzen, wird dem Verein die Option eingeräumt, ein Funktionsgebäude auf dem jetzigen Parkplatz zu errichten. Das neue Gebäude müsste laut Walther der TuS zahlen, der bislang die Räume im Bürger- und Sportzentrum kostenfrei nutze. „Ob der TuS tatsächlich baut, das wissen wir aber noch nicht.“ Es gebe Gespräche.
Die Mitglieder des Großniedesheimer Gemeinderats haben den Bebauungsplan nun auf den Weg gebracht. Einstimmig sprachen sie sich am Donnerstagabend dafür aus, dass er öffentlich ausgelegt werden soll. Vier Wochen lang können Einwände vorgebracht werden. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass jemand was einzuwenden hat“, sagt Walther auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Wenn alles so läuft, wie es sich der Bürgermeister vorstellt, könnte der Kaufvertrag „Mitte bis Ende Oktober“ unterschrieben werden. (kjp)

Quelle
Ausgabe Die Rheinpfalz - Frankenthaler Zeitung - Nr. 213
Datum Samstag, den 13. September 2014
Seite 815